Injektionslösungen
Tilotarmed 20% Injektionslösung
Beipackzettel herunterladenTilosin-Base 200mg
PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
Der Wirkstoff der Tilotarmed %20 Injektionslösung, Tilosin, ist ein aus Kulturen von Streptomycesfradiae gewonnenes Antibiotikum aus der Gruppe der Makrolide. Das Arzneimittel zeigt eine bakteriostatische Wirkung, indem es bei Bakterien an die 50S-ribosomale Untereinheit bindet und die Proteinsynthese hemmt. Tilosin zeigt hauptsächlich Wirksamkeit gegen Gram-positive Bakterien. Die hauptsächlich gegen Tilosin empfindlichen Bakterien sind die folgenden: Mycoplasma spp.,Leptospira spp., Erysipelotrix rhusopathie, Morexella bovis, Borrelia anserina, Arcanobacterium pyogenes, Clostridium spp., Actinomyces spp., Bacillusspp., Streptococcus spp., Staphylococcus spp., Fusobacterium necrophorum, Pasteurella spp., Bordetella bronchiseptica, Treponemahyo dysenteria. Tilosin ist insbesondere bei durch Mycoplasma gallisepticum hervorgerufenen Infektionen ausgesprochen wirksam. Unter den Staph. aureus-Stämmen können resistente Stämme entstehen. Nocardiaspp., Pseudomonasspp., Chlamydia spp., Mycobacterium spp., Enterobacteriaceae, B. fragilis, E. coli, Klebsiella s pp. sind resistent. Tilosin, das Ziegen auf intramuskulärem Weg in einer Dosis von 15 mg/kg verabreicht wird, erreicht innerhalb von 2 Stunden eine durchschnittliche Blutserumkonzentration von 1.5 µg/kg’. Die minimale inhibitorische Blutkonzentration auf empfindliche Bakterien kann selbst in einer Dosis von 0.1-0.5 µg/kg leicht auf Mykoplasmen einwirken. Es wurde festgestellt, dass die Plasmahalbwertszeit ebenfalls 4-5 Stunden beträgt. Das resorbierte Tilosin verteilt sich frei im gesamten Körper. Es wird über Harn und Gallenwege ausgeschieden. Es geht in bedeutenden Konzentrationen in Milch und Ei über.
ANWENDUNGSGEBIET UND INDIKATIONEN
Es wird angewendet bei Rindern, Schafen und Ziegen zur Behandlung von Pneumonie, Bronchopneumonie, Klauenfäule (nekrotische Pododermatitis), Kälberdiphtherie, Dysenterie, Metritis, akuter Mastitis, Leptospirose, Enteritis, Arthritis, Agalaktie, Ziegenlungenentzündung und anderen durch empfindliche Bakterien hervorgerufenen Infektionen des Atemsystems, des Verdauungssystems und der Weichteile; bei Hunden und Katzen zur Behandlung von Atemwegsinfektionen, Außenohrentzündung, Leptospirose und mit Viruserkrankungen einhergehenden sekundären bakteriellen Infektionen; bei Truthühnern zur Behandlung von Infektionen des Atemsystems, des Verdauungssystems und der Weichteile, allen voran CRD.
ART DER ANWENDUNG UND DOSIERUNG
Sofern vom Tierarzt nicht anders empfohlen;
Pharmakologische Dosis: Sie wird bei Rindern in einer Dosis von 4-10 mg/kg Lebendgewicht/Tag, bei Schafen, Ziegen, Katzen, Hunden und Truthühnern in einer Dosis von 10 mg/kg Lebendgewicht/Tag angewendet. Das Produkt wird bei allen Zieltieren intramuskulär (i.m.) angewendet. Die praktische Dosis wird auf intramuskulärem Weg angewendet; bei Rindern in einer Dosis von 2-5 ml je 100 kg Lebendgewicht, bei Schafen-Ziegen in einer Dosis von 2 ml je 40 kg Lebendgewicht, bei Katzen-Hunden in einer Dosis von 0.5 ml je 10 kg Lebendgewicht, bei Truthühnern in einer Dosis von 0.3 ml je 5 kg Lebendgewicht. Für die Behandlung ist eine Anwendung von 5-6 Tagen ausreichend. An derselben Injektionsstelle dürfen bei Rindern nicht mehr als 10 ml’ und bei Schafen und Ziegen nicht mehr als 5 ml’ angewendet werden. Bei Bedarf sollte die Gesamtdosis aufgeteilt und an verschiedenen Stellen angewendet werden.
WARNHINWEISE ZU ARZNEIMITTELRÜCKSTÄNDEN IN LEBENSMITTELN
Wartezeit (W.Z.); Während der Behandlung und nach der letzten Arzneimittelanwendung dürfen für die Fleischerzeugung gehaltene Rinder, Schafe und Ziegen nicht vor Ablauf von 28 Tagen und Truthühner nicht für einen Zeitraum von 5 Tagen zur Schlachtung gegeben werden. Während der Behandlung und für 4 Tage (8 Melkzeiten) nach der letzten Arzneimittelanwendung gewonnene Milch darf nicht für den menschlichen Verzehr angeboten werden.
GEGENANZEIGEN
In den Behandlungsdosen liegen bei den Zieltierarten keine Gegenanzeigen vor. Tilosin darf bei Pferden (Einhufern) keinesfalls angewendet werden. Die intravenöse Anwendung bei Rindern verursacht Schock, Dyspnoe und Depression. Daher darf es bei Rindern nicht auf intravenösem Weg angewendet werden.
HANDELSFORM
In bernsteinfarbenen Durchstechflaschen zu 20 ml, 50 ml, 100 und 250 ml’ in einer Faltschachtel