Injektionslösungen
Oksimed La Injektionslösung
Beipackzettel herunterladenOxytetracyclin 200mg
PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
Der Wirkstoff von OKSIMED LA Injektionslösung, Oxytetracyclin, ist ein antibakterieller Wirkstoff aus der Gruppe der Tetracycline, der eine bakteriostatische Wirkung entfaltet, indem er an die ribosomale 30-S-Untereinheit der Bakterien bindet und so die Proteinsynthese hemmt. Die Empfindlichkeiten der Mikroorganismen gegenüber Oxytetracyclin sind wie folgt.
Gut oder mäßig empfindliche Mikroorganismen; Gram-positive Aerobier: Bacillus spp., Corynebacterium spp., Erysipelotrix rhusiopathiae, Listeria monocytogenes und Bakterien der Gattung Streptococci. Gram-negative Bakterien: Actinobacillus spp., Bordetella spp., Brucella spp., Francisella tularensis, Haemophlius spp., Lawsonia intracellularis, Pasteurella multocida, Yersinia spp., Campylobacter fetus, Borrelia spp. und Bakterien der Gattung Leptospira. Anaerobe Mikroorganismen: Actinomyces spp., Fusobakterium spp., Mycoplasma spp., Chlamydia spp (einschließlich C. psittaci), Rickettsien (einschließlich Coxiella burnetti und der Arten Ehrlichia) sowie Protozoen wie Theileria, Eperythrozoon und Anaplasma. Mikroorganismen mit variabler Empfindlichkeit; Aufgrund erworbener Resistenz zeigen Staphylococci, Enterococci, aus der Familie der Enterobacteriaceae Enterobacter spp., E.coli, Klebsiella spp. und Bakterien der Gattung Salmonella sowie von den anaeroben Bakterien Bacteroides spp und Clostridium spp. eine variable Empfindlichkeit. Resistente Organismen; Mycobacterium sp., Proteus vulgaris, Pseudomonas aeruginosa und Serratia sp., von den Mycoplasma-Arten sind M. bovis und M. hyopneumoniae resistente Bakterien.
ANWENDUNGSGEBIET UND INDIKATIONEN
Indiziert bei Rindern, Ziegen und Schafen bei Septikämien sowie Infektionen der Atemwege, des Magen-Darm-Trakts, des Urogenitaltrakts und der Weichteile, die durch oxytetracyclinempfindliche Bakterien verursacht werden, sowie bei Sekundärinfektionen viraler Erkrankungen, die von empfindlichen Bakterien herrühren. Bei Rindern; bei Bronchopneumonie, Transportkrankheit, Kolibazillose und Diphtherie (Necrobasillosis), Anaplasmose, Leptospirose, Panaritium, Holzzunge (Wooden Tongue); bei Schafen und Ziegen; zur Behandlung von Atemwegsinfektionen, Klauenfäule und Nabelentzündung angewendet.
ANWENDUNGSWEISE UND DOSIERUNG
'Sofern vom Tierarzt nicht anders empfohlen;’
OKSIMED LA Inj. Lös. wird bei allen Tieren intramuskulär angewendet.
Parenterale pharmakologische Dosis: 20 mg/kg Lebendgewicht/Tag.
Praktische Dosis: 1 ml/10 kg Lebendgewicht/Tag durch tiefe intramuskuläre Injektion.
In erforderlichen Fällen kann die Behandlung in Abständen von 3 Tagen wiederholt werden. An einer Injektionsstelle sollte bei Rindern nicht mehr als 10 ml, bei Ziegen und Schafen nicht mehr als 5 ml’ verabreicht werden; die Gesamtdosis sollte auf zwei oder mehr Injektions¬stellen aufgeteilt werden. Bei der Anwendung ist auf Asepsis und Antisepsis zu achten. Eine intravenöse Anwendung darf keinesfalls erfolgen
HINWEISE ZU ARZNEIMITTELRÜCKSTÄNDEN IN LEBENSMITTELN
Wartezeiten für Arzneimittelrückstände; während der Behandlung und nach der letzten Arzneimittelanwendung dürfen Rinder, Ziegen und Schafe vor Ablauf von 28 Tagen nicht zur Schlachtung gegeben werden. Während der Behandlung und über einen Zeitraum von 12 Tagen (24 Melkungen) nach der letzten Arzneimittelanwendung darf die von Kühen, Schafen und Ziegen gewonnene Milch nicht für den Verzehr bereitgestellt werden. Aufgrund der langen Wartezeit für Arzneimittelrückstände in der Milch wird die Anwendung bei Rindern, Schafen und Ziegen, deren Milch für den menschlichen Verzehr gewonnen wird, nicht empfohlen.
GEGENANZEIGEN
Nicht intravenös anwenden. Darf nicht bei Pferden, Katzen und Hunden angewendet werden. Darf nicht bei tetracyclinempfindlichen Tie¬ren sowie bei Tieren mit Leber- und Niereninsuffizienz angewendet werden.
Anwendung in der Trächtigkeit: Tetracycline dürfen aufgrund ihrer Nebenwirkungen im ersten und letzten 1/3 der Trächtigkeit nicht angewendet werden. Bei durch Chlamydia sp. verursachten Aborten bei Schafen können sie jedoch nach Abwägung von Nutzen und Risiko durch Tierarzt und Tierhalter angewendet werden.
HANDELSFORM
Wird in Faltschachteln in amberfarbenen Glasflakons zu 25, 50 und 100 ml’ in den Verkauf gebracht.