Injektionslösungen

Medimizol Injektionslösung

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ZUSAMMENSETZUNG
Metamizol-Natrium 500mg

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Metamizol, der Wirkstoff der Medimizol Injektionslösung, wirkt analgetisch, antipyretisch, spasmolytisch und antiinflammatorisch. Metamizol ist eine Verbindung aus der Gruppe der Pyrazolone. Seine analgetischen, antiinflammatorischen und antipyretischen Wirkungen entfaltet es durch Hemmung der Prostaglandinsynthese. Es besitzt auch eine spasmolytische Wirkung auf die glatte Muskulatur. Dadurch zeigt es eine regulierende Wirkung, indem es die peristaltischen Bewegungen vermindert. Seine antipyretische Wirkung bewirkt im Zusammenhang mit dem autonomen Nervensystem eine Erweiterung der peripheren Gefäße und in deren Folge einen Wärmeverlust. Es hilft bei der Behandlung vieler Erkrankungen, indem es in entzündeten Bereichen die Gefäßdurchlässigkeit vermindert und durch die dadurch verstärkte Resorption des lokalen Flüssigkeitsgehalts eine antirheumatische Wirkung erzielt. Metamizol wird nach parenteraler Anwendung rasch resorbiert und in seine wichtigsten Metaboliten 4-Aminophenazon, 4-Methylaminophenazon, 4-Formylaminophenazon und 4-Acetylaminophenazon umgewandelt. Die maximale Plasma- und Gewebekonzentration wird innerhalb einer halben Stunde erreicht. Die Plasmahalbwertszeit seiner Metaboliten schwankt zwischen 3-10 Stunden. Es durchdringt rasch die Flüssigkeitsgewebe des Körpers und das zentrale Nervensystem. Es wird über den Harn aus dem Körper ausgeschieden.

ANWENDUNGSGEBIET UND INDIKATIONEN

Der Wirkstoff der Medimizol Injektionslösung, Metamizol, besitzt eine analgetische, spasmolytische, antipyretische, antirheumatische und leicht sedative Wirkung. Als Analgetikum: bei Schmerzen und Koliken aller Art, als Spasmolytikum: bei Schmerzen und Koliken infolge von Gasansammlung, Verstopfung und Durchfall in Darm, Magen und Pansen, bei Schmerzen und Koliken während und nach der Geburt, bei Prolapsus uteri, Spasmen der Cervix uteri und des Ösophagus, beim Lösen von Tetanie und renalen Spasmen, bei postoperativen Koliken und Schmerzen, als Antipyretikum: bei Pneumonie, Bronchitis, Staupe und allen anderen fieberhaften Erkrankungen, als Antirheumatikum: bei Muskel- und Gelenkrheuma, bei Gelenkschmerzen und Lumbago, bei akuter und chronischer Polyarthritis, Tendinitis, Tendovaginitis angewendet.

ART DER ANWENDUNG UND DOSIERUNG

Sofern vom Tierarzt nicht anders empfohlen; wird es bei Rindern mit 20-40 mg/kg Körpergewicht, bei Pferden mit 20-50 mg/kg Körpergewicht, bei Hunden mit 25 mg/kg Körpergewicht berechnet; tief intramuskulär oder bei starken Schmerzen, in Notfällen, intravenös angewendet. Praktische Dosen: bei Pferden je 100 kg K.G. 4-10 ml, bei Rindern je 100 kg K.G. 4-8 ml, bei Hunden je 10 kg K.G. 0.5 ml Medimizol; erforderlichenfalls kann die Dosis im Abstand von 8 Stunden 1-2 mal täglich wiederholt werden.

HINWEISE ZU ARZNEIMITTELRÜCKSTÄNDEN IN LEBENSMITTELN
Wartezeit (i.k.a.s.); Während der Behandlung und nach der letzten Arzneimittelanwendung dürfen Rinder nicht vor Ablauf von 12 Tagen zur Schlachtung gebracht werden. Bei Kühen, deren Milch zum menschlichen Verzehr gewonnen wird, nicht anwenden.

GEGENANZEIGEN
Da es die Prostaglandinsynthese in den Nieren vermindert, führt es zu einer Wasser- und Salzretention im Körper und verursacht dadurch eine Zunahme des Plasmavolumens. Aus diesem Grund darf es bei Patienten mit Herz-, Nieren- und Lebererkrankungen sowie mit erhöhtem Blutdruck nicht angewendet werden. Anwendung in der Trächtigkeit: Da es plazentagängig ist und beim Fötus eine Atemdepression verursachen kann, wird die Anwendung in der Zeit nahe der Geburt nicht empfohlen.

HANDELSFORM
In bernsteinfarbenen Glasflakons zu 20, 50, 100 und 250 ml, mit Karton