Fischarzneimittel
Oksifish Arzneimittel-Vormischung
Beipackzettel herunterladen%75 Oxytetracyclin
ANWENDUNGSGEBIET und INDIKATIONEN
OKSIFISH %75 Arzneimittelhaltige veterinärmedizinische Vormischung ist hauptsächlich bei Süß- und Salzwasserfischen (Goldbrasse, Wolfsbarsch, Rotbrasse) gegen viele krankheitsverursachende grampositive und gramnegative Bakterien wirksam. Sie wird bei in der Aquakultur gezüchteten Süß- und Salzwasserfischarten zur Behandlung der folgenden Krankheiten eingesetzt: Furunkulose (Aeromonas salmonicida), Bakterielle hämorrhagische Septikämie (Aeromonas hydrophila, Pseudomonas sp.), Columnaris-Krankheit (Flexibacter columnaris), Rotmaulseuche (Yersinia ruckerii), Streptokokken-Krankheiten (ß hämolytische und nicht-hämolytische streptococ sp.), Kaltwasser-Vibriose (Vibrio anguillarum), Kaltwasserkrankheit (Rainbow trout fry syndrom), Brut-Syndrom der Regenbogenforelle (Cytophaga psycrophila), Pseudomonas-Septikämie (winter disease), Geschwürkrankheit (Haemeophylus piscium).
VERPACKUNG
100 gr, 500 gr, 1 kg, 5 kg und 25 kg.
PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN
Oxytetracyclin, der Wirkstoff von OKSIFISH %75 Orales Pulver/Arzneimittelhaltige veterinärmedizinische Vormischung, ist ein Breitspektrum-Antibiotikum aus der Tetracyclin-Gruppe. Es zeigt eine bakteriostatische Wirkung gegen zahlreiche gram (+)- und (-)-Bakterien. Die Antibiotika dieser Gruppe binden bei empfindlichen Bakterien irreversibel an die Rezeptoren der 30S-Untereinheit, die sich von den Säugetierzellen unterscheidet, und verhindern die für das Bakterium lebenswichtige Proteinsynthese. So werden das Wachstum und die Vermehrung des Bakteriums, dessen Proteinsynthese gestört ist, beeinträchtigt. Die gegen Oxytetracyclin empfindlichen Bakterien sind nachstehend aufgeführt;
Gram (+) aerobe Bakterien (Bacillus sp., Corynebacter sp., Erysipelotrix rhusiopathiae, Listeria monocytogenes und Streptococcus sp; Gram (-)-Bakterien (Actinobacillen, Bordetella sp., Francisella tularensis, Haemophylus sp., Pasteurella multocida, P.hemolytica, Yersinia, Camphylobacter fetus, Borrelia, Leptospira und Moraxella bovis); anaerobe Bakterien (Actinomyces sowie Fusobacterium-Arten) sowie gegen Chlamydia sp., Ehrlichia sp., Coxiella burnetti und Anaplasma’ ist die Wirkung gut.
Aufgrund erworbener Resistenz können die Wirkungen gegen Staphylokokken, Enterokokken sowie die zur Familie der Enterobakteriaceae gehörenden Enterobacter sp., E.coli, Klebsiella sp., Proteus sp., und Salmonella-Arten wechselhaft sein. Ebenso sind die Wirkungen gegen die anaeroben Bakterien Bacteroides sp. und Clostridium-Arten wechselhaft.
Mycobacterium sp., Proteus vulgaris, Pseudomonas aeroginosa, Serratia sp., Mycoplasma bovis und M. hyopneumoniae gelten als resistent gegen Tetracycline.
Bei oraler Verabreichung wird es ausreichend rasch resorbiert, verteilt sich im gesamten Körper, und die Halbwertszeit im Blut liegt bei verschiedenen Tierarten zwischen 6-8 Stunden. Damit die wirksame Blutkonzentration aufrechterhalten werden kann, muss die Anwendung in Abständen von 12 Stunden wiederholt werden. In wirksamen Konzentrationen geht es in Pleura, Peritoneum und Zerebrospinalflüssigkeit über. Es reichert sich in Leber, Milz, Prostata, Galle und Harn an. Das angegebene pharmakokinetische Profil ist im Hinblick auf die Behandlung systemischer Infektionen von Bedeutung. Oxytetracyclin wird größtenteils mit dem Harn und zu geringeren Anteilen über den Gallenweg ausgeschieden. Daher ist es bei Erkrankungen des Harnsystems und bei Leberinfektionen sehr wirksam. Der über den Gallenweg ausgeschiedene Teil wird aus dem Darm rückresorbiert und tritt in den enterohepatischen Kreislauf ein.
Die systemische Bioverfügbarkeit von Oxytetracyclin nach oraler Anwendung liegt bei Lachsen bei etwa % 25 und bei Forellen bei etwa % 30. Ein Einfluss des Salzgehalts des Wassers auf die Bioverfügbarkeit ist nicht zu beobachten. Die Ausscheidung des Arzneimittels erfolgt auch bei Fischen über die Nieren mit dem Harn.