Fischarzneimittel

Florfish Orales Pulver / Arzneimittel-Vormischung

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50 % Florfenicol 

ANWENDUNGSGEBIETE und INDIKATIONEN

FLORFISH 50 % Orales Pulver; wirkt gegen zahlreiche Gram-positive und Gram-negative Bakterien, die bei Süßwasserfischen (Forelle, Karpfen) und Meeresfischen (Dorade, Wolfsbarsch, Steinbutt, Lachs, Rotbarsch) Krankheiten verursachen.
Bei Forellen; wird es eingesetzt bei Krankheiten, die verursacht werden durch Rotmaulkrankheit (Yersinia ruckerii), Furunkulose (Aeromonas salmonicida), Bakterielle Hämorrhagische Septikämie (Aeromonas hydrophila, A.punctata, A.sobria, Pseudomonas sp.), Kolumnaris-Krankheit (Flexibacter columnaris), Kaltwasser-Vibriose (Vibrio salmonicida), Ulkus-Krankheit (Haemophilus piscium), Lactococcus sp. und Enterococcus sp., Rainbow Trout Fry Syndrom (Cytophaga psyophila)
Bei Doraden und Wolfsbarschen; wird es eingesetzt bei Krankheiten wie Vibriose (Vibrio anguillarum, V.alginolyticus, V.ordalii; V.vulnificus), Pasteurellose (Photobacterium damselae, Pasteurella piscicida); Bacterial Gill Disease; Myxobacter-Septikämie (Flexibacter sp., Cytophaga sp.).

VERPACKUNG

1 kg, 5 kg und 25 kg.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Florfenicol ist ein antibakterielles Arzneimittel, das strukturell dem Chloramphenicol ähnelt und sich von diesem dadurch unterscheidet, dass es anstelle der p-Nitro-Gruppe eine p-Methylsulfonyl-Gruppe und am 3’-Kohlenstoffatom anstelle des primären Alkohols Fluor trägt. Es besitzt im Vergleich zu Chloramphenicol und Thiamphenicol ein breiteres Spektrum und ist gegen Gram-positive und -negative Erreger, gegen die jene nicht wirken, hochwirksam; gegen die Arten Citobacter, Proteus, Shigella, Aeromonas, Pseudomanas, E.coli, Salmonella, Klebsiella, Actinobacter, Vibrio sp., Yersinia sp., Streptococcus, Edwardsiella und Staphylococcus. Diese hohe Wirksamkeit des Florfenicols beruht darauf, dass das Fluor, das die 3’-Kohlenstoffposition der Hydroxylgruppe ersetzt, die bakterielle enzymatische Acetylierung verhindert. Es hemmt die Proteinsynthese in den bakteriellen Ribosomen und zeigt eine bakterizide und bakteriostatische Wirkung.

Florfenicol wird bei Fischen (die in Wasser mit einer Temperatur von 5 – 15°C leben) auf oralem Weg rasch und in sehr hohem Maße resorbiert; die orale Bioverfügbarkeit wurde mit 96,5 % bestimmt. Bei Fischen, die in Wasser mit einer Temperatur von 10°C leben, erreicht es nach oraler Verabreichung in einer Dosis von 10 mg/kg innerhalb von 10,3 Stunden eine maximale Plasmakonzentration von 4 µg/L. Es bindet in geringem Maße an Plasmaproteine und verteilt sich in alle Körperbereiche. Es wird rasch metabolisiert und über die Umwandlung in den Metaboliten Florfenicolamin aus dem Körper ausgeschieden. Seine Halbwertszeit beträgt 12,2 Stunden und seine Gesamtclearance 1,4 ml/Minute/kg.