Antibakterielle Arzneimittel

Tetraklor Pulver zur oralen Lösung

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TETRAKLOR ist ein hellweißes, homogenes Pulver, das je g’ eine Klortetrasiklin HCl-Menge entsprechend 600 mg Klortetrasiklin enthält.

PHARMAKOLOGISCHE EIGENSCHAFTEN

Das antibakterielle Spektrum von Klortetrasiklin in TETRAKLOR ist mit dem von Oksitetrasiklin identisch und zeigt Wirkung gegen Gram-positive (+) und Gram-negative (-) Bakterien, gegen Rickettsien und Spirochäten sowie in hohen Dosen gegen Mykoplasmen. Insbesondere bei der Behandlung von gegen Penicillin und Streptomycin resistenten Staphylokokken kann es als Option in Betracht gezogen werden. Da es sich zudem in hohem Maße in Leber und Milz anreichert, stellt es auch bei Infektionen dieser Organe eine wichtige Option dar. Die Wirkung von Klortetrasiklin auf Bakterien ist wie folgt:
Gram-positive Aerobier (Bacillus sp. Corynebacterium sp., Erysipelothrix rhusiopathia, Listeria monocytogenes und Streptococci). Gram-negative Bakterien (Actinobacillus sp.. Bordetella sp.. Francisella tularensis. Haemophilus sp., Pasteurella multocida, P.haemolytica, Yersinia sp., Campylobacter fetus, Borrelia sp. und Leptospira sp. Moraxella bovis). Anaerobier (Actinomyces sp., Fusobacterium sp.) und die Wirkung auf Mycoplasma sp., Chlamydia sp., Ehrlichia sp., Coxiella brunetii, Ehrlichia, Eperythrozoon und Anaplasma’ ist von gutem Ausmaß.
Aufgrund erworbener Resistenz ist die Wirkung auf Staphylococci, Enterococci, Enterobacter sp., die zur Familie der Enterobactericeae gehörenden Enterobacter sp., E.coli, Klebsiella sp., Proteus sp., Salmonella sp., sowie auf Bacteroides sp. und Clostridium sp.’ unter den anaeroben Bakterien veränderlich.
Mycobacterium sp.. Proteus vulgaris, Pseudomonas aeruginosa, Serratia sp., Mycoplasma bovis und M. hyopneumoniae gelten als resistent gegen Tetrasikline.
Bei oraler Gabe wird es rasch aus dem Verdauungskanal resorbiert und erreicht innerhalb von 2-4 Stunden die therapeutische und innerhalb von 4-8 Stunden die maximale Blutkonzentration. Diese Konzentration hält es über einen Zeitraum von 6 Stunden aufrecht. Die Halbwertszeit beträgt 5,5 Stunden. Es bindet zu 40-50 % an Plasmaproteine. Zu einem großen Teil wird es über die glomeruläre Filtration in den Nieren in den Harn übergeführt und ausgeschieden. In geringer Menge wird es auch über Galle und Milch aus dem Körper ausgeschieden. Bei sich in der Wachstumsphase befindlichen Bakterien verhindert es die Bindung der DNA’ an die Ribosomen und übt dadurch in Form einer Hemmung der Proteinsynthese eine bakterizide Wirkung aus.

ANWENDUNGSGEBIET UND INDIKATIONEN

TETRAKLOR Pulver zur oralen Lösung ist bei Kälbern zur Behandlung der bakteriellen Enteritis und der bakteriellen Pneumonie indiziert. Bei Geflügel ist es bei chronischen Atemwegsinfektionen (C.R.D.), Blaukamm-Koryza, Cholera, Pullorum, infektiöser Synovitis und Sinusitis, hämorrhagischer Septikämie sowie verschiedenen Streptokokken- und Staphylokokken-Infektionen und Durchfällen indiziert.

ART DER ANWENDUNG UND DOSIERUNG

„Sofern vom Tierarzt nicht anders empfohlen.“
Pharmakologische Dosis: Sie ist für Geflügel und Kälber gleich und beträgt 20-60 mg/kg/KG/Tag’.
Praktische Dosis: Je 100 kg Lebendgewicht werden bei Geflügel und Kälbern täglich 3-10 g Tetraklor dem Trinkwasser zugesetzt und angewendet.
Behandlungsdauer: 5-7 Tage

UNERWÜNSCHTE / NEBENWIRKUNGEN
Da Tetrasikline im Allgemeinen eine Störung der Darmflora verursachen können, besteht das Risiko der Entstehung einer Superinfektion. In wachsenden Knochengeweben und in den Zähnen bilden sie mit Kalzium Chelate und verursachen dadurch Verfärbungen an Knochen und Zähnen. Wenn auch selten, können während der Behandlung allergische Reaktionen wie Hautausschläge und Urtikaria auftreten.

BESONDERE KLINISCHE INFORMATIONEN UND BESONDERE WARNHINWEISE FÜR DIE ZIELTIERARTEN
Da Tetrasiklin ein breit wirksames Antibakterielles ist, kann seine Anwendung bei Kälbern, bei denen die Pansentätigkeit bereits begonnen hat, eine die Pansentätigkeit störende Wirkung zeigen. Daher wird seine Anwendung bei diesen Tieren nicht empfohlen.

WECHSELWIRKUNGEN MIT ANDEREN ARZNEIMITTELN
Es darf nicht zusammen mit Mineralfutterzusätzen angewendet werden; zwei- und dreiwertige Mineralien verringern die Resorption der Tetrasikline aus dem Verdauungskanal. Bismutsubkarbonat kann die Resorption der Tetrasikline verringern. Es darf nicht zusammen mit bakterizid wirkenden Antibakteriellen wie Betalaktamen angewendet werden. Bei Kälbern sollte es 2-3 Stunden vor oder nach dem Milchsaugen angewendet werden.

WARNHINWEISE ZU ARZNEIMITTELRÜCKSTÄNDEN IN LEBENSMITTELN
Wartezeit (W.Z.); Während der Behandlung und nach der letzten Arzneimittelanwen¬dung dürfen für die Fleischerzeugung gehaltenes Geflügel und Kälber nicht vor Ablauf von 14 Tagen zur Schlachtung gegeben werden. Während der Behandlung und für 14 Tage nach der letzten Arzneimittelanwendung gewonnene Eier dürfen nicht für den menschlichen Verzehr angeboten werden.

GEGENANZEIGEN
Bei Tieren mit Überempfindlichkeit gegen Tetrasiklin darf es bei Wiederkäuern nicht angewendet werden.

ALLGEMEINE WARNHINWEISE
‘Konsultieren Sie vor der Anwendung und beim Auftreten einer unerwarteten Wirkung den Tierarzt.’ ‘Außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren’

LAGERUNGSBEDINGUNGEN UND HALTBARKEIT
In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur und vor Licht geschützt aufbewahren. Die Haltbarkeit beträgt zwei Jahre.

HANDELSFORM
Angeboten in weißen Plastikflaschen zu 20 g in einer Schachtel sowie in weißen Plastikbehältern zu 100 g, 500 g, 1 kg und 2.5 kg’ ohne Schachtel.

VERKAUFSORT UND -BEDINGUNGEN
Wird auf tierärztliche Verschreibung in Tierarztpraxen und Apotheken verkauft. (VHR)