Antibakterielle Arzneimittel

Medlinspect Pulver zur oralen Lösung

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MEDLINSPECT Orales Pulver zur Lösungsbereitung, ist ein weißes, in Wasser leicht lösliches Pulver und
150g Pulver;
33,3 g Lincomycinhydrochlorid entsprechend Lincomycin,
66,7 g Spectinomycinhydrochlorid entsprechend Spectinomycin enthält.

Pharmakologische Eigenschaften

MEDLINSPECT Orales Pulver zur Lösungsbereitung, besteht aus der breit wirksamen Kombination der beiden Antibiotika Lincomycin und Spectinomycin.
Lincomycin ist ein aus Streptomyces lincolnensis gewonnenes Antibiotikum der Klasse der Lincosamide. Es hemmt die ribosomale Proteinsynthese, indem es auf die 50-S-ribosomalen Untereinheiten einwirkt. Spectinomycin hingegen ist ein aus Streptomyces spectabilis gewonnenes Antibiotikum mit Aminocyclitol-Struktur aus der Gruppe der Aminoglykoside. Es hemmt die bakterielle Proteinsynthese, indem es auf die 30-S-ribosomalen Untereinheiten einwirkt.
Die antibakterielle Aktivität von Lincomycin richtet sich insbesondere gegen grampositive Bakterien und anaerobe Bakterien. Bacillus sp., Corynebacterium sp., Erysipelothrix rhusiopathiae, Stapylococcus sp., Streptococcus sp.(außer Enterococcus cpp), Campylobacter sp., Actinomyces sp., Bacteroides sp. (einschließlich Bac. fragilis), Clostridium perfringens (außer den anderen Clostridium sp), Fusobacteirum sp., anaerobe Kokken sind empfindlich. Gramnegative Bakterien, allen voran Klebsiella sp., Salmonella sp., Pseudomonas sp., Pasteurella sp., sowie Nocardia sp.,Mycobacterium sp. sind hingegen resistent.
Spectinomycin hingegen wirkt vorwiegend gegen Gramnegative. Außerdem wirkt es auch gegen einige grampositive Bakterien. Es wirkt vorwiegend gegen Mycoplasma gallisepticum, M. meleagridis, M. synoviae, E.coli, P.multocida, Salmonella spp., N.gonorrhoeoa, Shigella spp., Strep.pneumonia, Srtep. pyogenes. Anaerobe Bakterien und Pseudomonas spp. sind resistent.
Lincomycin; wird nach oraler Gabe rasch aus dem Darm resorbiert, und der Spitzenkonzentrationsspiegel im Blut wird innerhalb von 2-4 Stunden erreicht. Nach der Anwendung wird etwa 70 % des Lincomycins an Plasmaproteine gebunden transportiert und erreicht insbesondere im Schleim sehr hohe Penetrationswerte. Seine Verteilung im Knochengewebe ist auf einem guten Niveau. Es diffundiert selbst ohne Entzündung in die Pleural- und Peritonealflüssigkeit. Darüber hinaus konzentriert sich Lincomycin; insbesondere durch Transport mit den polymorphkernigen Neutrophilen am Infektionsort.
Nach der Anwendung wird Lincomycin zum großen Teil mit dem Kot (77 %) und dem Harn (14 %) ausgeschieden.
Spectinomycin; wird nach oraler Gabe in geringem Maße (<10 %) aus dem Darm resorbiert. Radiomarkierungsstudien haben gezeigt, dass die Metabolisierung von Spectinomycin auf sehr geringem Niveau erfolgt. Der größte Teil des oral angewendeten Spectinomycins wird mit dem Kot und ein geringes Maß auch mit dem Harn ausgeschieden.

Anwendungsgebiet und Indikationen

MEDLINSPECT Orales Pulver zur Lösungsbereitung, ist bei Masthühnern und Putenküken zur Behandlung der durch empfindliche Bakterien hervorgerufenen Infektionen indiziert, insbesondere zur Behandlung der durch Mycoplasma sp. verursachten chronischen Atemwegsinfektion (CRD:airsacculitis) und des durch Mycoplasma sp. zusammen mit koliformen Mikroorganismen verursachten CRD-Complex (komplizierte airsacculitis). 

Art der Anwendung und Dosierung

“Sofern vom Tierarzt nicht anders empfohlen.”
Masthühner (Bei der Behandlung der chronischen Atemwegsinfektion (Airsacculitis) und des CRD-Complex (Komplizierte Airsacculitis):
Es wird über das Trinkwasser so angewendet, dass je kg Körpergewicht insgesamt 50 mg Antibiotika-Aktivität/Tag entspricht. Die für eine eintägige Behandlung benötigte Menge anMEDLINSPECT Oralem Pulver zur Lösungsbereitung (in g) ergibt sich aus der Multiplikation der Summe der Körpergewichte der zu behandelnden Küken (in kg) mit dem Faktor 0.075. Es wird empfohlen, diese Arzneimittelmenge so viel Trinkwasser zuzusetzen, wie innerhalb von 12-24 Stunden verbraucht werden kann, und so zu verabreichen. Das zubereitete medikamentierte Wasser muss drei Tage lang als hauptsächliche Trinkwasserquelle verwendet werden. Mit der Behandlung muss in dem Moment begonnen werden, in dem die ersten Anzeichen der Erkrankung festgestellt werden.